Der Große Vorsitzende ist nicht nur der Welt bekanntester Ökostalinist, ein Schwarzseher von Geburt an, Deutschlands attraktivster Mann, im Ausland beliebt und verehrt, ein Synonym für feinste Chocolade und vielleicht Deutschlands next great leader; nein, der Große Vorsitzende kann auch lesen.
Womit wir auch gleich bei der neuen Nebenbeschäftigung des Großen Vorsitzenden sind: The World’s Greatest Master Of Mental Mystics. Vorlage war einmal mehr ein Plakat von Alexander, the Crystal-Seer, während der Hintergrund des obigen Bildes ein abgewandeltes Logo von Zafpol ist (wenn mich schon keiner zitiert, dann mache ich das eben selbst).
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Morgen findet in Berlin bekanntlich eine recht undemokratische Veranstaltung statt. Plakate und Transparente sind nicht erlaubt, wenn der neue US-amerikanische Messias zum deutschen Volk sprechen wird. Das produziert dann ganz bestimmt superemotional aufgeladene Bilder für den Wahlkampf in den USA, ist für Deutschland aber völlig belanglos, ziemlich überflüssig, sicherlich mit viel Geschrei verbunden, wenn man die durchgehende Großschreibung des Plakates berücksichtigt, und vor allem teuer. Deshalb habe ich das Propagandaplakat etwas aktualisiert.
[Nachtrag: Bei Lurusa Gross gibt's auch noch passende Bilder zum Thema Obama in Berlin.]
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Demnächst im Online-Shop der Bundeskanzlerin erhältlich: Merkel-Märchen.
Die schönsten Merkel-Märchen
Mit den Klassikern vom Brutto und Netto, der Sage vom Aufschwung, der bei den Menschen ankommt, der Mär von der vollen Erstattung der Stromkosten für ALG-II-Bezieher, der Fabel von Kein Lohndumping in der Zeitarbeit und vielen anderen phantastischen Geschichten aus dem Merkel-Wunderland.
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Jetzt läuft hier auch Herr Tyner, allerdings hat das auch nichts zur Lösung des obskuren Post-Feed-Problems beigetragen, tauchte das doch beim Rumklicken schon wieder auf. Und irgendwie habe ich das Gefühl, daß das Backend mit steigender Versionsnummer immer lahmarschiger wird. Nächste Woche schaue ich mir nach langer Zeit mal wieder Textpattern intensiver an…
Na ja, immerhin kann ich so nochmals auf Cosmos hinweisen, ein Album von McCoy Tyner, das ich seit Anfang des Jahres endlich auf CD habe, nachdem Mosaic Records eine dreifach CD-Box mit den Alben Extensions, Expansions, Asante und Cosmos veröffentlicht hatte. Lohnt sich aber eher nur für Hardcorejazzfans wie z.B. den Großen Vorsitzenden der ZAF.
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Der berühmt-berüchtigte Richtervorbehalt wird gern als Theriak herangezogen, um Mißbrauch und die Rechtsstaatlichkeit z.B. von Hausdurchsuchungen zu gewährleisten. Daß die Genehmigungen eher im Fließbandverfahren erfolgen, ist bekannt. Manchmal reichen auch Gerüchte aus, um einen Durchsuchungsbefehl zu erhalten.
Obwohl ein zweiter Zeuge die Aussage verweigerte, wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft Bonn weitergeleitet, die - offenbar ohne sich über die dünne Beweislage zu wundern - beim Amtsgericht Siegburg einen Durchsuchungsbefehl beantragte. “Und das nur auf Basis von Gerüchten.” Hoss’ Anwalt Martin Reinboth von der Kanzlei Meinecke und Meinecke staunt darüber noch immer. “Da drängt sich doch der Eindruck auf, dass kein Zuständiger richtig nachgefragt hat, bis irgendwann das SEK ausgerückt ist.”
Da kann man im Prinzip froh sein, wenn “nur” ein paar Grundrechte verletzt werden und nicht ein ganzes Leben runinert wird wie im verlinkten Fall.
Militärausgaben sind die neue Entwicklungshilfe:
Mit der UN-Resolution 2626 vom 24. Oktober 1970 haben sich die Industriestaaten explizit darauf verständigt, mindestens 0,7% ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Entwicklungshilfe aufzuwenden. Zwar wird diese Marke bis heute von den meisten Ländern bei weitem nicht erreicht, gerade deshalb ist es aber eine entscheidende Frage, welche Ausgaben als Öffentliche Entwicklungshilfe (Official development Assistance – ODA) verrechnet werden können. Als solche werden Leistungen der öffentlichen Hand angerechnet, die an Länder vergeben werden, die von der OECD als Entwicklungsländer eingestuft werden und das Ziel der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung verfolgen. Nachdem militärische Aspekte jahrzehntelang kategorisch ausgeschlossen wurden und Entwicklungshilfe sich – zumindest formell – auf Armutsbekämpfung im engeren Sinne konzentrieren musste, liegt es auf der Hand, dass jede Öffnung der ODA-Kriterien zugunsten sicherheitspolitischer Ausgaben die Rüstungsetats entlasten hilft, eine Erhöhung der Entwicklungshilfe lediglich vorgaukelt und so gleichzeitig die miserable Bilanz der Geberländer schönen hilft.
Aus einen Interview mit Sami Elhaj, ein Journalist, der mehr als 6 Jahre in Guantánamo inhaftiert war:
Seit Ihrer Haft benutzen Sie einen Gehstock. Wurden Sie in Guantánamo persönlich gefoltert?
Viele, viele Dinge sind mir in den 6 1/2 Jahren seit meiner Gefangennahme zugestossen. Ich wurde auch geschlagen. Als ich wegen einer Kopfverletzung infolge von Misshandlungen medizinische Behandlung brauchte, konnte der Arzt mich nur durch die Gitterstäbe meiner Zelle hindurch behandeln. Ich wurde auf verschiedene Weise gefesselt und in schmerzhaften Positionen gehalten. Als Bestrafung steckte man mich in sehr kalte Zellen und nahm mir die Kleider weg. Wir wussten nicht, wie viele Tage, Monate, vergangen waren. Ich ging in Hungerstreik, um gegen unsere Lage zu protestieren, und die Art, wie ich behandelt wurde, war unmenschlich und qualvoll. Ich wurde zwangsernährt, bis ich krank war, sie benutzten Kanülen, die unsauber und sehr schmerzhaft waren – viele, viele solche Dinge. Wie sie die Gefangenen im Hungerstreik behandelten, war eine spezielle Art von Folter. Wir hatten keine Rechte, wir wurden nicht wie menschliche Wesen behandelt.
Workfare, in Deutschland unter dem wohlklingenden Begriff Bürgerarbeit angeboten, exisitiert auch schon in der Schweizer Sozialhilfe, wo man Antragsteller z.B. im Sozialdepartement Winterthur erstmal zum Arbeiten in den Wald schickt.
Workfare ist gegenwärtig das dominante Modell in der Sozialhilfe. Was heisst das?
Workfare heisst primär, dass Leute, die Sozialleistungen beziehen, im Gegenzug zu Arbeiten gezwungen werden, und die werden auf dem Niveau von Sozialleistungen abgegolten. Zweitens können die Leistungen relativ willkürlich bis auf null gekürzt werden. Zum Arbeitszwang und zu der Drohung mit Leistungskürzung kommt drittens der Zwang zur Weiterbildung.
Deutschen Qualitätsjournalismus, wie er leibt und lebt, kann man derzeit recht gut bei einer Meldung beobachten, daß eine gewisse genetische Disposition für Malariaresistenz bei einigen Menschen afrikanischen Ursprungs wohl das Risiko einer HIV-Infektionen erhöht. Bei der SZ wird daraus dann sprachlich völlig unpräzise Hohes HIV-Risiko für Afrikaner (Afrikaner sind allerdings auch weiße Südafrikaner, die dort seit vielen Generationen leben), Bild-Niveau mit “Afrika-Gen” beeinflusst HIV findet sich an anderer Stelle. Der Tagesspiegel bietet immerhin die Übersetzung eines Nature-Artikels an, dieser ist leider schlampig übersetzt. Da finden sich dann wieder die ominösen Kaukasier in Nordamerika und it’s counterintuitive als es ist nicht eingängig zu übersetzen, bietet LEO zwar an, klingt aber völlig unsinnig. Und paper darf man ruhig mit Papier oder Schriftstück übersetzen. Besser liest sich da schon die Zusammenfassung des Deutschen Ärzteblatts.
Aber auch international sieht es nicht wirklich besser aus. Bei der New York Times ist Plasmodium vivax in Afrika ob dieser Genmutation der Menschen dort gleich völlig ausgestorben.
The receptor is also used by a malarial parasite called Plasmodium vivax to gain entry to the red blood cells it feeds on. About 10,000 years ago, people in Africa who possessed the SNP variation gained a powerful survival advantage from not being vulnerable to the ancestor of Plasmodium vivax. The SNP eventually swept through the population and the vivax parasite died out in Africa, to be replaced by its current successor, Plasmodium falciparum.
Komischerweise liegen dem Malaria Atlas Project da ganz andere Daten vor.
Der Originalartikel Duffy Antigen Receptor for Chemokines Mediates trans-Infection of HIV-1 from Red Blood Cells to Target Cells and Affects HIV-AIDS Susceptibility findet sich übrigens hier.
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